Krisen sind immer auch Chancen

Viele Unternehmen sind von den Folgen der SARS-CoV-2 Pandemie hart getroffen. Liquiditätsprobleme, Zahlungsunfähigkeit und sogar Insolvenz bedrohen viele Unternehmen und besonders Solo-Selbständige. Doch krisenhafte Entwicklungen sind immer auch Chancen. Neue Strategien, Strukturen, Systeme, Prozesse oder Verhaltensweisen sind häufig notwendig, um den sich verändernden Bedingungen gerecht zu werden.

Dies ist der klassische Kern dessen, was Ökonomen Change-Mangagement nennen. Häufig wollen Führungskräfte und Mitarbeiter jedoch am Bestehenden festhalten. Erst in der Krise, wenn es gar nicht anders geht, kommt die Veränderung.

Wesentliche Aufgabe von Change Management ist gezielt und aktiv, strategisch klug und wirkungsvoll Anpassungsprozesse zu gestalten. In gelungenen Change-Prozessen werden die Einzelschritte strategisch sinnvoll geplant, gesteuert, kontrolliert und stabilisiert.

Wenn Zeit und Geld knapp werden und die Komplexität des Umfeldes groß ist, steigt der Veränderungsdruck. Die Herausforderung ist also, eine schnelle und effiziente Bewältigung von vielfältigen Aufgaben mit hoher Geschwindigkeit.

Nicht erst durch das Auftreten der Pandemie werden Veränderungen in Wirtschaftsprozessen dringend notwendig. Seit vielen Jahren beschäftigt uns schon das Problem der knapper werdenden Ressourcen, des Klimawandels, der Vermüllung der Meere, Mikroplastik, etc.

Kreislaufprozesse rücken in den Vordergrund, Material- und Stoffströme geraten in den Fokus und Konzepte wie cradle-to-cradle gewinnen an Bedeutung. Jetzt ist die Zeit Unternehmen zukunftsfähig zu machen.

Bis 15.07.2020: Förderpreis The Power of the Arts

Bewerben können sich alle gemeinnützigen Institutionen und Initiativen in Deutschland, die sich mit Projekten der kulturellen
Bildung, Kunst und Kultur für die Teilhabe aller Menschen an einem vielfältigen gesellschaftlichen Leben einsetzen, unabhängig
von ihren strukturellen, sozialen und kulturellen Hintergründen. Auf die angespannte finanzielle Situation vieler Träger der
Kulturellen Bildung reagiert The Power of the Arts mit einer Neuerung: Statt das Preisgeld von insgesamt 200.000 Euro wie bisher
auf vier Preisträger*innen zu verteilen, werden in diesem Jahr zehn Projekte mit je 20.000 Euro unterstützt.
Weitere Informationen unter: https://www.thepowerofthearts.de/

Bis 30.06.2020: Wettbewerb »Gesellschaft der Ideen«

Der Wettbewerb sucht Quer- und Weiterdenkende aus der Mitte der Gesellschaft, Bürger*innen, Akteur*innen in Vereinen,
Unternehmen, Wissenschaftseinrichtungen und Verbänden mit kreativen Einfällen, die das Potenzial haben, die Gesellschaft zu
verändern. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sucht mit dem Wettbewerb die besten Ideen für Soziale
Innovationen, die den Austausch zwischen Virtuell und Real, Stadt und Land oder Jung und Alt anregen.
Weitere Informationen unter: https://www.gesellschaft-der-ideen.de/

Das Paradoxon unserer Zeit

 

Wir haben hohe Gebäude, aber eine niedrige Toleranz,

breite Autobahnen, aber enge Ansichten.

Wir verbrauchen mehr, aber haben weniger,

machen mehr Einkäufe, aber haben weniger Freude.

Wir haben größere Häuser, aber kleinere Familien,

mehr Bequemlichkeit, aber weniger Zeit,

mehr Ausbildung, aber weniger Vernunft,

mehr Kenntnisse, aber weniger Hausverstand,

mehr Experten, aber auch mehr Probleme,

mehr Medizin, aber weniger Gesundheit.

Wir rauchen zu stark, wir trinken zu viel,

wir geben verantwortungslos viel aus.

Wir lachen zu wenig, fahren zu schnell,

regen uns zu schnell auf,

gehen zu spät schlafen, stehen zu müde auf.

Wir lesen zu wenig, sehen zu viel fern.

Wir haben unseren Besitz vervielfacht, aber unsere Werte reduziert.

Wir sprechen zu viel, wir lieben zu selten und wir hassen zu oft.

Wir wissen, wie man seinen Lebensunterhalt verdient, aber nicht mehr, wie man lebt.

Wir haben dem Leben Jahre hinzugefügt, aber nicht den Jahren Leben.

Wir kommen zum Mond, aber nicht mehr an die Tür des Nachbarn.

Wir haben den Weltraum erobert, aber nicht den Raum in uns.

Wir machen größere Dinge, aber nicht bessere.

Wir haben die Luft gereinigt, aber die Seelen verschmutzt.

Wir können Atome spalten, aber nicht unsere Vorurteile.

Wir schreiben mehr, aber wissen weniger,

wir planen mehr, aber erreichen weniger.

Wir haben gelernt schnell zu sein, aber wir können nicht warten.

Wir machen neue Computer, die mehr Informationen speichern und eine Unmenge Kopien produzieren, aber wir verkehren weniger miteinander.

Es ist die Zeit des schnellen Essens und der schlechten Verdauung,

der großen Männer und der kleinkarierten Seelen,

der leichten Profite und der schwierigen Beziehungen.

Es ist die Zeit des größeren Familieneinkommens und der Scheidungen,

der schöneren Häuser und des zerstörten Zuhause.

Es ist die Zeit der schnellen Reisen, der Wegwerfwindeln und der Wegwerfmoral, der Beziehungen für eine Nacht und des Übergewichts.

Es ist die Zeit der Pillen, die alles können: Sie erregen uns, sie beruhigen uns, sie töten uns.

Es ist die Zeit, in der es wichtiger ist, etwas im Schaufenster zu haben statt im Laden,

wo moderne Technik einen Text wie diesen in Windeseile in die ganze Welt tragen kann,

und wo sie die Wahl haben: das Leben ändern – oder den Text löschen.

Vergesst nicht, mehr Zeit denen zu schenken, die Ihr liebt, weil sie nicht immer mit Euch sein werden.

Sagt ein gutes Wort denen, die Euch jetzt voll Begeisterung von unten her anschauen, weil diese kleinen Geschöpfe bald erwachsen werden und nicht mehr bei Euch sein werden.

Schenkt dem Menschen neben Euch eine heiße Umarmung, denn sie ist der einzige Schatz, der von Eurem Herzen kommt und Euch nichts kostet.

Sagt dem geliebten Menschen: „Ich liebe Dich” und meint es auch so.

Ein Kuss und eine Umarmung, die von Herzen kommen, können alles Böse wiedergutmachen.

Geht Hand in Hand und schätzt die Augenblicke, wo Ihr zusammen seid, denn eines Tages wird dieser Mensch nicht mehr neben Euch sein.

Findet Zeit, Euch zu lieben, findet Zeit, miteinander zu sprechen, findet Zeit, alles was Ihr zu sagen habt, miteinander zu teilen, denn das Leben wird nicht gemessen an der Anzahl der Atemzüge, sondern an der Anzahl der Augenblicke, die uns des Atems berauben.

George Carlin (1937-2008) nach dem Tod seiner Frau